Auch der VfR kann Schafhausen nicht stoppen
Nicht unverdient, wenn auch vom Ergebnis her etwas zu hoch, entführte der Spitzenreiter aus Schafhausen drei Punkte. Damit gewannen die Gäste hintereinander auch das sechste Treffen der beiden Mannschaften, sie mausern sich damit ja fast schon zum nahezu unüberwindlichen Angstgegner unserer Jungs. Die Gäste scheinen auf geradem Weg zum Sieg in dieser Kreisliga-Staffel zu sein und sind ihrem Ziel des Bezirksliga-Aufstiegs wieder ein Stück näher gerückt.
VfR Übach-Palenberg – Union Schafhausen 0 : 3 (0 : 2)
Aufstellung:
Andreas Mirbach – Sascha Kockerols, Steffen Robioneck, Daniel Mirbach (70. Min.: Marc Zantis) – Martin Lichtenberg, Michael von Berg, Idir NaitBelaid (75. Min.: Sascha Breuer), Henning Robioneck (80. Min.: Christopher Kreu), David Lichtenberg – Timo Bartel, Ralf Weidener
Tore:
20. Min. : 0 : 1 Sebastian Kranz
26. Min. : 0 : 2 Mike Sender
85. Min. : 0 : 3 Sascha Bohnen
Zum Spiel:
Die Heimmannschaft hatte sich für dieses Spiel einiges vorgenommen, sie wollte unbedingt für ein Überraschung sorgen. In Anbetracht der starken Schafhausener Offensivabteilung ließ Trainer Sanno Hoch diesmal etwas defensiver beginnen. Für den eher offensiv starken Mannschaftskapitän Sascha Breuer spielte Henning Robioneck im Mittelfeld, Martin Lichtenberg stand wieder zur Verfügung und übernahm seine Stammposition. Vor allem zu Beginn der ersten Halbzeit wirkte Schafhausen überlegen, die gefährlichen Spitzen Janßen und Kranz machten mächtig Druck und hinten stand die Gästeabwehr relativ souverän. Es bedurfte dann allerdings doch einer Standardsituation zur Gästeführung. Ein Freistoß aus dem Halbfeld wurde in den Strafraum gebracht, Torjäger Janßen leider nicht eng genug gedeckt, er brachte den Ball per Kopf vors Tor und die zweite Schafhausener Spitze Kranz nutzte die Unordnung in der VfR-Abwehr zum Führungstreffer. War dieser Treffer sicherlich schon vermeidbar, so sollte es ein paar Minuten später noch schlimmer kommen. Die VfR-Abwehr in der Vorwärtsbewegung, ein Stockfehler im Mittelfeld, der Ballverlust, das schnelle Umschalten der Gäste sorgte für eine Überzahlsituation, die dann auch konsequent ausgenutzt wurde. Damit schien für einige Zuschauer das Spiel bereits gelaufen, aber bereits das Ende der ersten Halbzeit deutete an, was in der zweiten Hälfte kommen sollte. Die VfR-Jungs ließen sich nicht hängen, wehrten sich und wurden offensiver. Martin Lichtenberg Schuss wurde von der Schafhausener Abwehr noch abgeblockt, Timo Bartel prüfte den starken Gästetorhüter.
In der zweiten Hälfte drehte sich das Spiel nahezu komplett. Die Heimmannschaft drängte die Gäste zurück, die meisten Zweikämpfe wurden gewonnen, Torchancen wurden erarbeitet. Ralf Weidener, Sascha Kockerols, Martin Lichtenberg und Henning Robioneck hatten ihre Chancen, sie scheiterten nur knapp, der VfR war dem Anschlusstreffer nah. Man hatte das Gefühl, dieses Spiel könnte doch noch kippen, doch dazu fehlte einfach der erste VfR-Treffer, die Zeit lief der Heimmannschaft weg. So kam es, wie es im Fußball öfters kommt. Der VfR machte immer mehr auf und fing sich entsprechend kurz vor Schluss den alles entscheidenden Konter. Damit war natürlich die Messe gelesen.
Nun denn, es wäre zwar schön gewesen, aber gegen diesen Spitzenreiter zu verlieren, ist halb so wild. Die Mannschaft hat vor allem im zweiten Abschnitt Charakter gezeigt, darauf lässt es sich aufbauen. Nach den Karnevalstagen geht es nun zum auch nicht ganz einfachen Auswärtsspiel nach Langbroich/Schierwaldenrath. Im Hinspiel war Timo Bartel mit fünf Treffern der überragende Spieler auf dem Feld, auf ihn wird man bestimmt besonders aufpassen. Dieser Gegner ist sicherlich mit dem bisherigen Abschneiden äußerst unzufrieden. Man steckt mitten im Abstiegskampf. Dementsprechend wird uns dort auch nichts geschenkt. Wir dürfen diesen Gegner keinesfalls unterschätzen, kurz vor Weihnachten haben sie sogar in Höngen/Saeffelen gewonnen. Unsere Jungs sind aber dennoch wohl der Favorit in dieser Partie, sie haben mittlerweile eine gewisse Selbstverständlichkeit und Konstanz in ihrem Spiel, so dass sie nicht mehr so anfällig für negative Überraschungen zu sein scheinen.